Betriebsmittel nahezu sofort verfügbar!

Vorrichtungen und Prüflehren schnell umgesetzt

Die Additive Fertigung hat ihren Weg aus dem reinen Prototyping auch in den Vorrichtungsbau gefunden. Unternehmen nutzen die Technologie, um schnell und einfach Betriebsmittel und Werkzeugkomponenten für die Serienproduktion herzustellen.
So nutzt seit Kurzem auch die Metusan Metallwarenhandelsgesellschaft m.b.H. eine EVO-lizer FDM-Maschine der EVO-tech GmbH zu diesem Zweck.

Metusan

Additive Fertigung als Alternative

Seit einem halben Jahr kommt bei Metusan auch ein EVO-lizer FDM-Gerät der oberösterreichischen EVO-tech GmbH zum Einsatz. „Das Thema interessiert mich persönlich schon lange. Nach Abstimmung im Hause haben wir beschlossen zu evaluieren, ob 3D-Druck für unser Unternehmen einen Nutzen bringen kann“, schildert Christoph Gruber, Leiter Werkzeugbau und Lehrlingsausbildung bei Metusan, den Einstieg in die Additive Fertigung.

Dabei war von vornherein klar, dass die Additive Fertigung nur in den Bereichen Vorrichtungsbau und Herstellung von Betriebsmitteln und Hilfsmitteln infrage kommt. „Wesentlicher Ansatzpunkt war eine neue Maschine im Bereich Kupferrohrbearbeitung. Dort haben wir Biegeeinsätze benötigt, die weich genug sind, um die Kupferrohre nicht zu beschädigen. Für die Herstellung der Werkzeugeinsätze mit herkömmlichen Verfahren hätten wir zusätzlich Werkzeuge anschaffen müssen. Hinzu kommt, dass das Einmessen dieser zusätzlichen Werkzeuge zu weiteren Verzögerungen geführt hätte“, erklärt Gruber und führt weiter aus: „Solange es nur darum geht, bestehende Vorrichtungen in gleicher Weise zu ersetzen, oder ganz einfache Spannbacken herzustellen, ist man mit herkömmlichem Fräsen meist schneller. Sobald die Teile aber an Komplexität zunehmen oder eine komplette Neuentwicklung notwendig wird, ist man mit der Additiven Fertigung eindeutig im Vorteil.“

"Wir setzen die Additive Fertigung für die Herstellung von Betriebsmitteln ein. Für uns ergeben sich daraus klare Vorteile bei den Durchlaufzeiten."

Christoph Gruber
Leiter Werkzeugbau Metusan GmbH

Zusatznutzen wird oft erst später erkannt

Oftmals ist beim Einstiegsprojekt noch nicht klar, wo die Additive Fertigung überall zum Einsatz kommen kann. „Im Falle von Metusan standen eine Vorrichtung für das Spannen von gebogenen Kupferrohren für den Zuschnitt im Vordergrund. Es wurde eine Formunterschale gebraucht, in die ein mehrfach gebogenes Rohr eingelegt wird. Anschließend presst ein Zylinder von oben ein Gegenstück an. Das so gehaltene Rohr kann dann sicher zum Trennen an ein Kreissägeblatt herangeführt werden“, schildert Markus Kaltenbrunner, Geschäftsführer der EVO-tech GmbH, das Einstiegsprojekt.

„Diese Halterung konnte viel schneller als üblich zum Einsatz gebracht werden. Die Bauzeit in ABS-Kunststoff betrug lediglich eine Stunde. Auch wenn wir neue Rohrgeometrien benötigen, können wir jetzt innerhalb kürzester Zeit passende Halterungen herstellen“, so Gruber.

Zusätzlich wurde der EVO-lizer dazu verwendet, Prüflehren herzustellen, um dreidimensionale Rohrgeometrien einfach im Produktionsverlauf kontrollieren zu können. „Diese Prüflehren hätten wir mit unseren bestehenden Maschinen gar nicht herstellen können. Wir hätten dazu eine 5-Achs-Fräsmaschine gebraucht. So konnten wir in nur 1,5 Stunden auf eine fertige Prüflehre zugreifen. Auch für die Qualitätssicherung ermöglicht uns die neue Maschine somit eine rasche Herstellung erforderlicher Betriebsmittel“, freut sich der Bereichsleiter.

Ersatzteile aus dem Drucker

Ersatzteile aus dem „Drucker“

Dass auch Ersatzteile für Maschinen und Anlagen, sowie eine Menge anderer Hilfsmittel mittlerweile mit der FDM-Maschine produziert werden, damit hat bei Metusan vor einem halben Jahr, als man den EVO-lizer gekauft hatte, wohl niemand gerechnet. Das Anwendungsspektrum der Additiven Fertigung ist also weitaus größer als zunächst erwartet. Darüber freut sich Gruber sichtlich und meint abschließend: „wir sind gespannt, wo sich die Technologie noch hin entwickeln wird und was wir als nächstes mit dem Gerät machen werden. Für uns ist der EVOlizer jedenfalls eine lohnende Ergänzung im Maschinenpark und in EVO-tech haben wir einen Partner gefunden, der uns beim Einstieg in die für uns neue Technologie kompetent und zuverlässig begleitet hat.“